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Effektive Pflegeplanung mit AEDL: Leitfaden für Fachkräfte

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Table of Contents

Die Kunst des Schreibens einer Pflegeplanung nach AEDL – Ein umfassender Leitfaden

In der Pflege ist eine detaillierte und individuell abgestimmte Pflegeplanung das A und O für eine qualitativ hochwertige Versorgung von pflegebedürftigen Menschen. Insbesondere die Pflegeplanung nach den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL) von Monika Krohwinkel bietet einen umfassenden Rahmen, um den Pflegeprozess effektiv zu gestalten. Dieser Blogbeitrag zielt darauf ab, Pflegekräften, Studierenden der Pflegewissenschaften und Interessierten eine detaillierte Anleitung zum Schreiben einer Pflegeplanung nach AEDL an die Hand zu geben.

Was ist AEDL und warum ist es wichtig?

Die AEDL basieren auf dem Pflegemodell von Monika Krohwinkel und umfassen 13 Bereiche, die für die Pflegeplanung von zentraler Bedeutung sind. Diese Bereiche decken nicht nur körperliche und medizinische Aspekte ab, sondern berücksichtigen auch soziale, psychologische und existenzielle Faktoren. Das macht die AEDL zu einem ganzheitlichen Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt der Pflege stellt.

Grundlagen für das Schreiben einer Pflegeplanung nach AEDL

Bevor man mit dem eigentlichen Schreiben einer Pflegeplanung beginnt, ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen des Pflegebedürftigen genau zu ermitteln. Dazu gehört eine umfassende Informationssammlung, die sowohl eine biografische Anamnese als auch eine aktuelle Bestandsaufnahme der Gesundheitssituation umfasst.

Schritt 1: Informationssammlung

Die Informationssammlung ist die Basis jeder Pflegeplanung. Sie umfasst die Erfassung aller relevanten Daten zum gesundheitlichen Zustand, den persönlichen Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen sowie den sozialen und familiären Hintergrund des Pflegebedürftigen.

Schritt 2: Probleme und Ressourcen identifizieren

Auf Basis der gesammelten Informationen werden anschließend die individuellen Probleme und Ressourcen des Pflegebedürftigen in Bezug auf die einzelnen AEDL-Bereiche identifiziert. Probleme bezeichnen dabei Aspekte, in denen Unterstützungsbedarf besteht, während Ressourcen vorhandene Fähigkeiten und Potenziale des Pflegebedürftigen darstellen.

Schritt 3: Ziele festlegen

Für jedes identifizierte Problem werden ein oder mehrere Pflegeziele festgelegt. Diese Ziele sollten SMART formuliert sein – spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Pflegeziele bilden die Grundlage für die anschließende Planung der Pflegemaßnahmen.

Schritt 4: Maßnahmen planen

Für jedes Pflegeziel werden konkrete Maßnahmen geplant, die dazu beitragen sollen, das Ziel zu erreichen. Dabei ist es wichtig, die Maßnahmen individuell auf den Pflegebedürftigen abzustimmen und dessen Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Beispiel einer Pflegeplanung nach AEDL

Um die Theorie zu veranschaulichen, folgt ein kurzes Beispiel für eine Pflegeplanung nach AEDL für eine pflegebedürftige Person mit eingeschränkter Mobilität.

AEDL-Bereich: Sich bewegen können

- Probleme/Ressourcen: Frau Müller ist aufgrund einer Hüftoperation in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Sie kann kurze Strecken mit einem Gehwagen zurücklegen.

- Ziele: Frau Müller soll innerhalb von sechs Wochen in der Lage sein, mit Unterstützung des Pflegepersonals und mithilfe des Gehwagens sichere Wege im Pflegeheim zurückzulegen.

- Maßnahmen: Tägliche Bewegungsübungen unter Anleitung der Physiotherapie, schrittweise Steigerung der Gehstrecken, regelmäßige Schmerzkontrolle und -linderung.

Tipps für die Praxis

- Stellen Sie sicher, dass die Pflegeplanung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

- Beziehen Sie den Pflegebedürftigen und, wenn möglich, auch die Angehörigen aktiv in den Planungsprozess ein.

- Nutzen Sie Formulierungshilfen und Checklisten, um keine wichtigen Aspekte zu übersehen.

Fazit

Die Pflegeplanung nach AEDL ist ein wesentliches Instrument in der professionellen Pflege. Sie hilft dabei, individuell abgestimmte Pflege zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Durch die ganzheitliche Betrachtung des Menschen fördert sie nicht nur die Lebensqualität der Pflegebedürftigen, sondern auch die Zufriedenheit des Pflegepersonals.

Für weiterführende Informationen und detaillierte Formulierungshilfen empfehlen wir die Nutzung von Fachliteratur und Online-Ressourcen, wie beispielsweise altenpflege4you.de und standardsysteme.de .

Quellen:

- altenpflege4you.de

- standardsysteme.de

- Pflegekonzept AEDL von Monika Krohwinkel

Häufig gestellte Fragen

Was sind AEDL?

AEDL steht für Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens. Es ist ein Pflegemodell von Monika Krohwinkel, das 13 Bereiche umfasst, welche sowohl körperliche, medizinische als auch soziale, psychologische und existenzielle Faktoren in der Pflegeplanung berücksichtigen.

Warum ist eine Pflegeplanung nach AEDL wichtig?

Eine Pflegeplanung nach AEDL ist wichtig, weil sie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, der den Menschen in den Mittelpunkt der Pflege stellt. Sie ermöglicht eine individuell abgestimmte Pflege, die nicht nur die Lebensqualität der Pflegebedürftigen fördert, sondern auch die Zufriedenheit des Pflegepersonals verbessert.

Wie beginnt man mit dem Schreiben einer Pflegeplanung nach AEDL?

Der erste Schritt zur Erstellung einer Pflegeplanung nach AEDL ist die Informationssammlung. Dazu gehört die Erfassung aller relevanten Daten zum gesundheitlichen Zustand, den persönlichen Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen sowie den sozialen und familiären Hintergrund des Pflegebedürftigen.

Wie werden Probleme und Ressourcen in der AEDL-Pflegeplanung identifiziert?

Auf Basis der gesammelten Informationen werden die individuellen Probleme und Ressourcen des Pflegebedürftigen in Bezug auf die einzelnen AEDL-Bereiche identifiziert. Probleme bezeichnen dabei die Aspekte, in denen Unterstützungsbedarf besteht, während Ressourcen die vorhandenen Fähigkeiten und Potenziale des Pflegebedürftigen darstellen.

Wie werden Ziele und Maßnahmen in der AEDL-Pflegeplanung festgelegt?

Für jedes identifizierte Problem werden ein oder mehrere Pflegeziele festgelegt, die SMART formuliert sein sollten – spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Für jedes Pflegeziel werden anschließend konkrete Maßnahmen geplant, die individuell auf den Pflegebedürftigen abgestimmt sind und dessen Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigen.

Welche Tipps gibt es für die praktische Umsetzung der AEDL-Pflegeplanung?

Für die praktische Umsetzung ist es wichtig, dass die Pflegeplanung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird. Zudem sollte der Pflegebedürftige und, wenn möglich, auch die Angehörigen aktiv in den Planungsprozess einbezogen werden. Die Nutzung von Formulierungshilfen und Checklisten kann zudem helfen, keine wichtigen Aspekte zu übersehen.---

In unserem nächsten Blogpost werden wir uns eingehender mit den Herausforderungen und Lösungsansätzen bei der Umsetzung der AEDL in der Praxis beschäftigen. Wir wissen, dass die Theorie zwar einen soliden Rahmen bietet, die Realität der Pflege jedoch oft komplex und dynamisch ist. Dabei werden wir speziell auf häufig auftretende Probleme im Rahmen der AEDL-Pflegeplanung eingehen und wie man diese effektiv bewältigen kann. Darüber hinaus planen wir, erfolgreiche Fallbeispiele aus der Praxis zu teilen, um zu illustrieren, wie innovative Ansätze und kreative Lösungen zu einer verbesserten Pflege führen können. Bleiben Sie also dran, wenn wir tiefer in die Welt der AEDL-basierten Pflegeplanung eintauchen und wertvolle Einblicke für Pflegekräfte und Pflegemanagement bieten.

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