SGB V - Sozialgesetzbuch Fünftes Buch; Mann mit Kittel hält einen kleinen roten Koffer mit einem Kreuz

Extrinsische Risikofaktoren bei Dekubitus: Prävention & Management

Facebook
WhatsApp

Inhaltsverzeichnis

Extrinsische Risikofaktoren bei der Entstehung eines Dekubitus

Einleitung

Die Entstehung eines Dekubitus, auch bekannt als Druckgeschwür, ist ein Problem, das vor allem bettlägerige Patienten und Menschen mit eingeschränkter Mobilität betrifft. Ein Dekubitus entsteht, wenn der anhaltende Druck auf die Haut die Blutzirkulation unterbricht, was zu Schädigungen des Gewebes führt. Er zählt wie das offene Bein (Ulcus cruris) zu den chronischen Wunden, hat aber eine andere Ursache. Während viele Faktoren zur Entwicklung eines Dekubitus beitragen können, sind sie grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt: intrinsische (innere) und extrinsische (äußere) Risikofaktoren. Zu den intrinsischen Faktoren zählen etwa Diabetes, ein schlechter Ernährungszustand oder Gefäßerkrankungen: Eine Carotissklerose kann über einen Schlaganfall zu Lähmungen und damit zu Bettlägerigkeit führen. Gefährdet sind auch Menschen, die Druck wegen Taubheitsgefühlen schlechter spüren und ihre Position deshalb seltener verändern; ein anhaltendes Kribbeln in der linken Hand oder andere Missempfindungen sollten Sie daher ärztlich abklären lassen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die extrinsischen Risikofaktoren und wie sie die Entstehung eines Dekubitus beeinflussen können.

Was sind extrinsische Risikofaktoren?

Extrinsische Risikofaktoren sind äußere Einflüsse, die die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Dekubitus erhöhen. Diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung und dem Management von Dekubitus. Zu den häufigsten extrinsischen Risikofaktoren gehören:

  • Druck: Langanhaltender Druck auf bestimmte Körperteile, insbesondere auf Bereiche mit knöchernen Erhebungen wie das Steißbein, die Fersen oder die Hüften, ist einer der Hauptgründe für die Entstehung eines Dekubitus.
  • Scherkräfte: Scherkräfte treten auf, wenn die Haut in eine Richtung gezogen wird, während die darunterliegenden Knochen und Muskeln in eine andere Richtung geschoben werden.
  • Reibung: Reibung entsteht, wenn die Haut über Laken oder andere Oberflächen gezogen wird.
  • Feuchtigkeit: Feuchtigkeit auf der Haut, verursacht durch Schwitzen oder Inkontinenz, kann die Hautbarriere schwächen und die Haut anfälliger für Schädigungen machen.

Wie man extrinsische Risikofaktoren minimiert

Um die Entwicklung eines Dekubitus zu verhindern, ist es entscheidend, die extrinsischen Risikofaktoren zu minimieren. Dazu gehört auch eine gute Schmerzbehandlung, denn wer Schmerzen hat, bewegt sich weniger und bleibt länger in derselben Position. Hier sind einige Maßnahmen, die ergriffen werden können:

  • Regelmäßige Umlagerung: Patienten sollten regelmäßig umgelagert werden, um den anhaltenden Druck auf bestimmte Körperteile zu reduzieren. Bewegung und Mobilisation beugen zugleich weiteren Folgen der Immobilität vor, etwa einer Thrombose – worauf Sie achten sollten, zeigt der Thrombose-Selbsttest.
  • Einsatz von Hilfsmitteln: Spezielle Hilfsmittel wie Anti-Dekubitus-Matratzen, -Kissen und -Auflagen können helfen, den Druck gleichmäßig zu verteilen und Scherkräfte sowie Reibung zu reduzieren.
  • Hautpflege: Eine gute Hautpflege ist entscheidend, um die Haut stark und widerstandsfähig gegen Verletzungen zu halten.
  • Management von Feuchtigkeit: Um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Haut trocken zu halten.

Fazit

Extrinsische Risikofaktoren spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung eines Dekubitus. Durch das Verständnis und die Minimierung dieser Faktoren können Pflegekräfte und Angehörige dazu beitragen, das Risiko eines Dekubitus zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Eine proaktive Herangehensweise, einschließlich regelmäßiger Umlagerung, dem Einsatz von Hilfsmitteln zur Druckentlastung, sorgfältiger Hautpflege und dem Management von Feuchtigkeit, ist entscheidend für die erfolgreiche Prävention von Dekubitus.

Wenn Angehörige die regelmäßige Umlagerung und Hautkontrolle nicht allein leisten können, übernimmt ein ambulanter Pflegedienst in Berlin diese Aufgaben im Rahmen der häuslichen Pflege.

Quellen:

  • Europäisches Dekubitus-Präventionspanel (EPUAP)
  • Nationales Druckgeschwür-Beratungsgremium (NPUAP)
  • Internationale Leitlinien für die Prävention und Behandlung von Druckgeschwüren

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Schreiben Sie uns jederzeit eine WhatsApp oder rufen Sie uns direkt an!
Fordern Sie jetzt Ihren kostenfreien Kostenvorschlag an. Unsere Pflegeexperten werden gemeinsam mit Ihnen ein optimales Pflegekonzept für Sie oder Ihre Liebsten erstellen.

„*“ zeigt erforderliche Felder an

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Name*
Datenschutz*

Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close