Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Ein charakteristisches Merkmal dieser Erkrankung sind die sogenannten "Schübe", in denen sich die Symptome verschlimmern oder neue Symptome auftreten. Diese Schübe können das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen. In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Aspekte von MS Schüben, ihre Symptome, Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist ein MS Schub?
Ein MS Schub, im Deutschen auch als "Schub" bezeichnet, ist eine Phase, in der sich die Symptome der Multiplen Sklerose verschlimmern oder neue Symptome auftreten. Diese Phasen können von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten andauern und variieren stark in ihrer Intensität und Auswirkung auf den Alltag der Betroffenen. Die Symptome eines Schubs sind vielfältig und können von Person zu Person unterschiedlich sein.
Symptome eines MS Schubs
Die Symptome eines MS Schubs sind vielfältig und können das gesamte Spektrum der neurologischen Funktionen betreffen. Häufig berichten Betroffene von Sehstörungen, die sich in Form von verschwommenem Sehen oder sogar vorübergehendem Sehverlust äußern können. Müdigkeit ist ein weiteres häufiges Symptom, das oft als lähmend beschrieben wird und die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, stark einschränken kann. Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Gliedmaßen sind ebenfalls häufig und können das Gefühl der Körperwahrnehmung beeinträchtigen. Treten Kribbeln oder Taubheit im linken Arm dagegen zusammen mit Brustschmerzen, Atemnot oder kaltem Schweiß auf, können das auch Herzinfarkt-Symptome sein – wählen Sie dann sofort den Notruf 112.
Muskelstärke und Koordination können während eines Schubs ebenfalls beeinträchtigt sein, was zu Schwierigkeiten beim Gehen oder bei der Ausführung feinmotorischer Aufgaben führen kann. Kognitive Beeinträchtigungen, wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Gedächtnisprobleme, sind ebenfalls möglich. Schmerzen, die oft als brennend oder stechend beschrieben werden, können in verschiedenen Körperregionen auftreten. Nicht jeder Schmerz hängt allerdings mit der MS zusammen: Ist plötzlich ein einzelnes Gelenk gerötet, geschwollen und stark schmerzhaft, kann ein Gichtanfall dahinterstecken – was dann schnell hilft, lesen Sie im Ratgeber Gicht: Was hilft schnell. Schließlich können auch Blasen- und Darmprobleme auftreten, die den Alltag zusätzlich erschweren.
Auslöser eines MS-Schubs
Warum ein Schub gerade zu einem bestimmten Zeitpunkt auftritt, lässt sich oft nicht genau sagen. Als mögliche Auslöser gelten unter anderem Infektionen, etwa ein grippaler Infekt oder eine Harnwegsinfektion, sowie starke körperliche oder seelische Belastungen. Von einem echten Schub spricht man, wenn neue oder deutlich verstärkte Beschwerden mindestens 24 Stunden anhalten, frühestens 30 Tage nach dem letzten Schub auftreten und sich nicht durch Fieber oder eine erhöhte Körpertemperatur erklären lassen. Verschlechtern sich bekannte Symptome nur vorübergehend, etwa bei Fieber, Hitze oder Überanstrengung, handelt es sich meist um einen sogenannten Pseudoschub, der mit dem Auslöser wieder abklingt.
Behandlung eines MS-Schubs
Einen vermuteten Schub sollten Sie zeitnah neurologisch abklären lassen. Standard ist eine hochdosierte Kortisontherapie über drei bis fünf Tage, meist als Infusion; sie lässt die Beschwerden schneller abklingen. Bessern sich die Symptome nicht ausreichend, kommen Blutwäscheverfahren wie die Plasmapherese in Betracht. Langfristig senken verlaufsmodifizierende Medikamente das Risiko für weitere Schübe.
Wer während eines Schubs längere Zeit wenig mobil ist, hat zudem ein erhöhtes Thromboserisiko. Achten Sie deshalb auf typische Thrombose-Symptome wie ein einseitig geschwollenes, schmerzendes Bein; eine erste Orientierung bietet der Thrombose-Selbsttest.
Bei stärkeren Einschränkungen kann ein ambulanter Pflegedienst in Berlin vorübergehend bei der Körperpflege, der Mobilisation und im Haushalt unterstützen.
Fazit
Die Symptome eines MS-Schubs sind ein komplexes und herausforderndes Thema, das eine umfassende Betrachtung erfordert. Von der Erkennung und Behandlung akuter Schübe bis hin zum langfristigen Management der Erkrankung gibt es viele Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Die Unterstützung durch Familie, Freunde und medizinische Fachkräfte spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen, die mit MS verbunden sind.
Für weitere Informationen und Unterstützung bei der Bewältigung von MS-Schüben steht Ihnen der DAKOS Pflegedienst jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Leistungen zu erfahren und wie wir Ihnen helfen können, trotz MS ein erfülltes Leben zu führen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, die Lebensqualität von Menschen mit MS zu verbessern.